Hanau Momoko – die ersten Siedler der Osterinsel

Die ersten Siedler der Osterinsel sind als Hanau Momoko bekannt, obwohl sie diesen Namen erst erhielten, als die zweite Migration, die sogenannten Hanau 'E'epe, eintraf. Momoko ist eine Abkürzung des Wortes moko-moko (Wiederholung des Wortes moko, was Eidechse bedeutet), was spitz/schlank/groß bedeutet. Damit wären die großen, schlanken Körperproportionen der Hanau Momoko gemeint.

Woher kam Hanau Momoko?

Vieles spricht dafür, dass die ersten Siedler von den Marquesas-Inseln stammen.

  1. Der mündlichen Überlieferung zufolge kam König Hotu Matu'a mit seinem Volk von einem Ort namens Hiva auf die Osterinsel. Dasselbe Wort findet sich auf mehreren Inseln der Marquesas-Inseln; Fatu Hiva, Nuku Hiva und Hiva Oa.
  2. Die ursprüngliche Kultur und Sprache der Rapa Nui weist große Ähnlichkeiten mit denen der Marquesas-Inseln auf.
  3. Mit einer Entfernung von 3700 km gehören die Marquesas-Inseln zu den nächsten Nachbarn der Osterinsel.

Es gibt ein Denkmal namens Ahu Akivi, das die sieben Entdecker darstellen soll, die nach Hiva zurückblicken, wo einst die ersten Siedler herkamen. Der Betrachtungswinkel dieses Denkmals und die Lage der Marquesas-Inseln weisen einen Unterschied von 28° auf, was man als ziemlich genau betrachten könnte, wenn man bedenkt, dass kein Kompass verfügbar war und dass zwischen der Migration nach Rapa Nui und dem Baudatum des Denkmals Hunderte von Jahren vergangen waren. Allerdings könnte es ein zu großer Zufall sein, dass diese Gerüchte vor 1960 – dem Jahr, in dem das Denkmal restauriert wurde – unbekannt waren.