Die ersten Siedler der Osterinsel sind als Hanau Momoko bekannt, auch wenn sie diesen Namen erst erhielten, als die zweite Einwanderergruppe eintraf, die sogenannten Hanau 'E'epe. Momoko ist eine Verkürzung des Wortes moko-moko (Verdopplung des Wortes moko, Eidechse) und bedeutet spitz/schlank/groß. Das bezieht sich auf den großen, schlanken Körperbau der Hanau Momoko.
Woher kamen die Hanau Momoko?
Vieles spricht dafür, dass die ersten Siedler von den Marquesas-Inseln stammen.
- Der mündlichen Überlieferung zufolge kam König Hotu Matu'a mit seinem Volk von einem Ort namens Hiva auf die Osterinsel. Genau dieses Wort findet sich in den Namen mehrerer Marquesas-Inseln: Fatu Hiva, Nuku Hiva und Hiva Oa.
- Die ursprüngliche Kultur und Sprache der Rapa Nui weisen große Ähnlichkeiten mit denen der Marquesas-Inseln auf.
- Mit einer Entfernung von 3700 km gehören die Marquesas-Inseln zu den nächsten Nachbarn der Osterinsel.
Es gibt ein Monument namens Ahu Akivi, das die sieben Kundschafter darstellen soll, wie sie nach Hiva zurückblicken, woher die ersten Siedler einst kamen. Blickrichtung des Monuments und Lage der Marquesas-Inseln weichen um 28° voneinander ab – was man als recht genau ansehen könnte, bedenkt man, dass es keinen Kompass gab und zwischen der Einwanderung nach Rapa Nui und dem Bau des Monuments Hunderte Jahre vergangen waren. Ein allzu großer Zufall dürfte allerdings sein, dass man von diesen Gerüchten vor 1960 nie gehört hatte – dem Jahr, in dem das Monument restauriert wurde.
