Farándula – Karneval mit Rapa-Nui-Akzent

Die Farándula zur Mitte des Festivals verbindet die Formensprache des lateinamerikanischen Karnevals – Glitzer, Trommeln, politische Karikatur – mit inseltypischen Themen: Moai mit Sonnenbrillen, Klimawitze, chilenische Bürokraten als Puppen auf Festwagen. Die Juroren bewerten Kreativität, Publikumsreaktion und Treue zur Identität der kainga. Touristen säumen die Atamu Tekena; Einheimische sichern sich Stunden vorher mit Klappstühlen die vorderen Reihen.
Bataillone in Körperbemalung
Die Paradedelegationen marschieren oft in einfarbiger Körperbemalung, die an Fischschuppen, Lava oder Sternenpfade erinnert. Tipp für Fotografen: Erst weitwinklig fotografieren, um die Choreografie einzufangen, dann vor Nahaufnahmen die einzelnen Personen fragen – Einverständnis zählt, auch im öffentlichen Raum.
Hanga Vare Vare – das nächtliche Stadion
Die Abendvorstellungen finden in der grasbewachsenen Senke nahe der Küste statt, die als Hanga Vare Vare bekannt ist. Mobile Bühnen, brummende Generatoren und Essensstände ergeben eine Mischung aus Jahrmarkt und Oper. Tanzfinalisten, Bandauftritte und überraschende Stargäste (manchmal Persönlichkeiten aus dem chilenischen Fernsehen) wechseln sich bis Mitternacht oder länger ab.
Lärm, Licht und Rücksicht auf die Nachbarn
In Hotels nahe dem Platz muss man mit Bässen bis spät in die Nacht rechnen. Packen Sie Ohrstöpsel ein, wenn Sie früh schlafen, oder machen Sie einfach mit und tanzen Sie. Die Polizei sperrt den Autoverkehr; zu Fuß ist man ohnehin schneller als mit dem Auto.
Teilnahme für Touristen – kurz zusammengefasst
Besucher können bei zwei gewerteten Programmpunkten mitmachen – beim Bühnentanz (nach Proben ab etwa Januar) und bei der Abschlussparade –, wie im Tapati-Überblick beschrieben. Ansonsten heißt es: anfeuern, Wasser spenden oder einem Team ein Essen spendieren.
