- Die Osterinsel
- Was ist die Osterinsel?
- Was ist ein Moai?
- Was ist ein Ahu?
- Warum wurden die Moai-Statuen errichtet?
- Wo liegt die Osterinsel?
- Was ist Rapa Nui?
- Warum heißt die Insel „Osterinsel“?
- Welche Sprachen werden gesprochen?
- Zu welchem Staat gehört die Osterinsel?
- Was ist der Vogelmann?
- Wie wurde der Annexionsvertrag unterzeichnet?
- Wann ist die beste Reisezeit?
- Wie ist das Klima?
- Welche Kleidung sollte ich mitnehmen?
- Wie viele Menschen leben auf der Insel?
- Nationalpark-Ticket
- Gesellschaft
Die Osterinsel

Was ist die Osterinsel?
Osterinsel
ist der Name, den der niederländische Seefahrer Jacob Roggeveen 1722 der polynesischen Insel Rapa Nui gab. Die winzige Insel im Pazifik ist für ihre riesigen Moai-Statuen bekannt und wird oft als der abgelegenste Ort der Welt bezeichnet.
Was ist ein Moai?
Eine Art gigantischer Statue, die die Rapa Nui etwa zwischen 1400 und 1700 n. Chr. zu Hunderten schufen – oft auf Ahu aufgestellt. Vor allem für sie ist die Osterinsel berühmt. Mehr dazu im Abschnitt über die Moai.
Was ist ein Ahu?
Rechteckige steinerne Grabanlagen, auf denen oft Moai-Statuen aufgestellt wurden. Mehr dazu im Abschnitt über die Moai.
Warum wurden die Moai-Statuen errichtet?
Zu Ehren verstorbener Anführer und bedeutender Persönlichkeiten. Mehr dazu im Abschnitt über die Moai.
Wo liegt die Osterinsel?
3500 km westlich von Südamerika im Pazifik. Sie bildet die Südostecke des „Polynesischen Dreiecks“, dessen andere Ecken Hawai'i im Norden und Neuseeland im Südwesten sind.
Warum heißt die Insel „Osterinsel“?
Am Ostersonntag 1722 ging ein niederländischer Seefahrer auf der Insel an Land und beschloss daraufhin, sie der Außenwelt als „Osterinsel“ bekannt zu machen.
Welche Sprachen werden gesprochen?
Alle sprechen und verstehen gut Spanisch. Die Sprache Rapa Nui beherrschen die meisten Älteren gut, während die ab den 1970er-Jahren Geborenen oft lieber Spanisch sprechen. Englisch sprechen vor allem Menschen, die im Tourismus arbeiten, ansonsten nur wenige.
Wie wurde der Annexionsvertrag unterzeichnet?
Unterzeichnet wurde kein Vertrag, es gab nur einen symbolischen Akt. 1888 waren die Rapa Nui infolge der Sklavenraubzüge fast ausgestorben, und Chile bot ihnen Schutz im Gegenzug für das Land. Der regierende König Atamu Tekena nahm Erde in die eine Hand und Gras in die andere. Den chilenischen Vertretern gab er das Gras und damit die Erlaubnis, auf der Insel zu bleiben; die Erde aber behielt er – zum Zeichen, dass das Land immer den Rapa Nui gehören wird. Bis heute werden Chilenen „mauku“ genannt, das Rapa-Nui-Wort für „Gras“.
Wann ist die beste Reisezeit?
Hochsaison ist im Sommer (Dez.–Feb.), wenn es weniger regnet. Höhepunkt sind die ersten beiden Februarwochen mit dem Tapati-Festival. Wer in dieser Zeit das Hotel seiner Wahl bekommen möchte, sollte ein Jahr im Voraus buchen.
Die Touranbieter sind das ganze Jahr über aktiv. Wer zum Entspannen und für Strandtage auf die Osterinsel kommt, reist vor allem im Sommer. Wer wegen der Archäologie kommt, reist zu jeder Jahreszeit. Im Winter müssen Sie mit mehr Regen rechnen, dafür erwarten Sie grüne Landschaften, und die Insel ist weniger überlaufen. Mehr zum Klima der Osterinsel.
Manche Hotels haben das ganze Jahr über dieselben Preise, viele verlangen jedoch in der Hochsaison mehr, die sie oft von November bis April ansetzen. Deshalb ist es Ende Oktober oft schwieriger, ein Zimmer zu bekommen: Der Sommer steht vor der Tür, es gelten aber noch Nebensaisonpreise.
Im Dezember gibt es mitten in der Hochsaison eine kurze Flaute, sodass in diesem Monat oft Zimmer frei sind.
Wie ist das Klima?
Subtropisch. Im Sommer (Dez.–Feb.) rund 27 °C, im Winter (Juni–Aug.) rund 18 °C mit häufigeren Niederschlägen. Mehr dazu im Abschnitt Klima der Osterinsel.
Welche Kleidung sollte ich mitnehmen?
In den Sommermonaten (Dez.–Feb.) trägt man meist Shorts und kurzärmelige Shirts. Den Rest des Jahres empfehlen sich langärmelige Oberteile, lange Hosen und eine Jacke. Auf Regen sollten Sie immer vorbereitet sein – auch im Sommer, selbst wenn es dann meist nicht regnet.
Wie viele Menschen leben auf der Insel?
6000–7000 Menschen, je nach Saison (im Sommer mehr).
Nationalpark-Ticket

Was ist das Nationalpark-Ticket
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Um die archäologisch bedeutsamen Stätten der Osterinsel zu schützen, hat Chile sie zum Nationalpark erklärt. Für den Zutritt zu allen archäologischen Stätten der Osterinsel müssen Besucher ein Parkticket vorzeigen. Zwei der interessantesten Stätten (Rano Raraku und Orongo) dürfen pro Ticket nur einmal besucht werden. Das Ticket kostet für Ausländer 72.000 CLP und für chilenische Staatsangehörige 20.000 CLP und gilt 10 Tage ab dem Besuch der ersten Stätte. Verkauft wird es online auf der Website der Parkverwaltung Ma'u Henua und auf dem Zentralmarkt von Hanga Roa.
Wo wird das Ticket verkauft?
Auf der Website der Parkverwaltung Ma'u Henua und auf dem Zentralmarkt von Hanga Roa.
Wie viele Tage ist das Ticket gültig?
Das Standardticket gilt ab der ersten Nutzung 10 aufeinanderfolgende Tage; nach den Regeln von Ma'u Henua dürfen Sie Rano Raraku und Orongo in diesem Zeitraum jedoch nur je einmal betreten. Ob sich etwas geändert hat, erfahren Sie auf der offiziellen Website des Parks.
Wofür wird die Gebühr erhoben?
Mit den Einnahmen schützt Ma'u Henua die archäologischen Stätten, bezahlt Ranger, verbessert die Infrastruktur für Besucher und finanziert Vorhaben der Gemeinschaft rund um den Nationalpark – es handelt sich nicht um eine allgemeine „Tourismussteuer“ für andere Zwecke auf der Insel.
Wie hoch ist die Gebühr?
Die folgenden Beträge in CLP sind Beispiele aus aktuellen Bekanntmachungen des Parks; die Preise ändern sich – prüfen Sie sie vor der Reise immer auf rapanuinationalpark.com.
| Chilenische Staatsbürger | 20.000 CLP |
|---|---|
| Alle anderen | 72.000 CLP |
Gesellschaft

Ist die Osterinsel sicher?
Einen sichereren Ort als die Osterinsel kann man sich kaum vorstellen. Dass Touristen Opfer von Gewaltverbrechen wie Raub, Vergewaltigung oder Mord werden, ist unbekannt. Solange Sie keinen Streit suchen, können Sie nachts allein unterwegs sein, ohne sich um Ihre Sicherheit sorgen zu müssen.
Was durchaus vorkommt, sind Diebstähle, wenn Wertsachen offen herumliegen. Lassen Sie Geld, Kamera oder Computer nicht im Hotelzimmer liegen. Wenn Ihr Zimmer keinen Safe hat, fragen Sie im Hotel nach einem oder nehmen Sie Ihre Wertsachen mit.
Mit welcher Währung bezahlt man?
Offizielle Währung ist der Chilenische Peso (CLP).
1 USD ≈ 500 CLP
US-Dollar werden in den meisten Geschäften ebenfalls akzeptiert, meist fahren Sie aber besser, wenn Sie in CLP umtauschen.
Gibt es Geldautomaten?
Auf der Osterinsel gibt es zwei Geldautomaten, die gängige Kreditkarten akzeptieren.
Gibt es Wechselstuben?
Ja. Geld wechseln kann man an mehreren Stellen, den besten Kurs bietet jedoch die Tankstelle Puna Vai am oberen Ende der Hauptstraße Atamu Tekena.
Wie viel Bargeld sollte ich mitnehmen?
Ein Restaurantbesuch kann Sie 15.000 CLP bis 30.000 CLP kosten. Es gibt auch kleinere Imbisse, die Sie für 5000 CLP satt machen. Rechnen Sie ein paar Tausend für Taxis, Eis und andere kleine Ausgaben hinzu. Mit 15.000 CLP bis 50.000 CLP pro Tag (je nachdem, wo Sie essen) sollten Sie gut auskommen.
Wenn Sie ein Fahrzeug mieten, müssen Sie das zusätzlich einplanen. Der passende Führerschein ist immer erforderlich. Die ungefähren Kosten pro Tag:
| Auto | 45.000 CLP |
| Motocross 125 cm³ | 30.000 CLP |
| Mountainbike | 15.000 CLP |
Kann ich meinen Laptop/mein Handy aufladen?
Die Netzspannung beträgt etwa 220 V. Ladegeräte vertragen meist verschiedene Spannungen (110–240 V), eventuell brauchen Sie aber einen einfachen Adapter für die chilenischen Steckdosen. Solche bekommen Sie oft in den Läden „Hare PC“ oder „Kanina“.
Kann ich das Leitungswasser trinken?
In der Regel ja. Das Leitungswasser auf Rapa Nui ist sehr mineralreich; wenn Sie das nicht gewohnt sind und einen sehr empfindlichen Magen haben, kaufen Sie besser Wasser in Flaschen. Manche schmecken einen leicht salzigen Beigeschmack heraus, und auch das zur Desinfektion verwendete Chlor ist mitunter zu bemerken.
Es kann (wenn auch selten) vorkommen, dass das Wasser wegen Wartungsarbeiten eine Zeit lang abgestellt wird. Schon mehrmals haben Menschen Magenbeschwerden bekommen, nachdem das Wasser wieder floss.
